Geflochtenes Süßgras
~Heidrunar Helsdottir 01.06.2025
Autor/in: Robin Wall Kimmerer
Verlag: Aufbau Verlage GmbH & Co. KG, Berlin
Seitenanzahl: 461
Veröffentlichung: 2024
Auflage: 9. Auflage
Inhaltsangabe:
Robin Wall Kimmerer verwebt indigene Weisheit und wissenschaftliche Erkenntnis zu einem Zopf aus Geschichten über die Großzügigkeit der Erde.
Als Botanikerin ist es Robin Wall Kimmerer gewohnt, mit den Werkzeugen der Wissenschaft Fragen an die Natur zu richten. Als Angehörige der Citizen Potawatomi Nation vertritt sie die Auffassung, daß Pflanzen und Tiere unsere ältesten Lehrer sind. In „Geflochtenes Süßgras“ bringt Kimmerer diese beiden Arten des Wissens zusammen, um uns auf eine „Reise zu führen, die ebenso mythisch wie wissenschaftlich, so heilig wie historisch, so klug, wie weise ist“ (Elisabet Gilbert)
Auf der Grundlage ihres Lebens als indigene Wissenschaftlerin zeigt Kimmerer, wie andere Lebewesen, Astern und Goldruten, Erdbeeren und Kürbis, Salamander, Algen und Süßgras – Geschenke und Lektionen für uns bereithalten, auch wenn wir vergessen haben ihren Stimmen zu lauschen und sie zu verstehen. Kimmerers Buch kreist um ein zentrales Argument: Das Erwachen des ökologischen Bewußtseins erfordert, daß wir unsere wechselseitige Beziehung zum Rest der lebenden Welt anerkennen und wertschätzen. Denn nur, wenn wir die Sprachen anderer Wesen hören können, können wir die Großzügigkeit der Erde verstehen und lernen, im Gegenzug unsere eigenen Gaben zu geben.
Intention:
Es wurde mir von einer guten Bekannten auf Discord empfohlen.
Rezension:
Immer am Beispiel des Süßgrases hangelt sich dieses Buch durch verschiedene Kapitel und erzählt eine Geschichte von einer jungen Wissenschaftlerin vom Stamm der Anishinaabe, die versucht, scheinbar überhaupt nicht zusammenpassende Dinge unter einen Hut zu bringen, nämlich Wissenschaft und den Geist der Anishinaabe mit ihren Geschichten. Die Kapitel beginnen alle mit Süßgras, wie man es pflanzt, wie man es hegt, pflückt, flechtet und verräuchert und unter all diesen Kapiteln finden sich viele spannende Geschichten, eben nicht nur um das Süßgras, sondern um viele Pflanzen, aber auch Tiere und Menschen. Süßgras gehört niemandem, sagt die Autorin und darum kann sie es nicht verschenken und wir es nicht annehmen – aber gemeinsam können wir symbolisch einen Süßgraszopf flechten aus all ihren Geschichten, Erlebnissen und auch Erfahrungen. Lassen wir uns von dieser spannenden Medizin heilen.
Résumé:
Ein wirklich ganz toll geschriebenes Buch; eine Reise durch die indigene Gedankenwelt, verflochten mit Wissenschaft und Erfahrungsberichten. Hier kann man viel lernen zu Pflanzen, Tieren und auch Menschen und erhält manchmal sehr überraschende Einsichten!
Fazit:
Lesen! Mehr Fazit braucht es nicht.